"DER KLEINE PRINZ"

Das Musical von Deborah Sasson und Jochen Sautter

06.01.2018 - 18:00 Uhr

München - Philharmonie im Gasteig


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"Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry wurde in 110 Sprachen übersetzt und ist eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Millionen von Kindern und Erwachsenen haben die Geschichte um den jungen Botschafter von einem fremden Stern regelrecht verschlungen. Es muss also einen universellen, in allen Kulturkreisen der Welt empfundenen und verstandenen Zauber um dieses Werk geben, welcher Generationen von Menschen immer wieder neu fasziniert und in seinen Bann zieht!

Saint-Exupéry erzählt die traumhafte Geschichte eines kleinen Prinzen, der von einem fernen Stern kommend, hier auf Erden den Menschen nur scheinbar simple Fragen stellt. Fragen, die uns alle betreffen und uns zur Offenbarung einer ganz eigenen Wahrheit veranlassen. Dabei wirkt der kleine Prinz nur dem ersten Anschein nach wie ein Kind. Tatsächlich aber treffen die von ihm gestellten Fragen die Erwachsenen ins Mark und die ausweichenden und manchmal sogar peinlichen Antworten der Realitätsmenschen auf der Erde können wenig überzeugen. Dies macht den Stoff zur wahren Literatur, zu einem Meisterwerk der Erzählkunst und zu einem Buch auch und gerade für Erwachsene.
„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt unsichtbar für die Augen“ sagt er uns und wir spüren in unseren innersten Gefühlen, dass diese Botschaft wahr ist und uns wohlmöglich sogar umdenken lässt in unserem täglichen Handeln und Tun.

Immer wieder gab es Versuche, diesen magischen Stoff auch für die Bühne zu bearbeiten, und zwar meist als pädagogisches Kindertheater, wohl mit dem Gedanken, dass Kinder die Erzählung noch am leichtesten verstehen. Dabei zielt das Stück gerade darauf ab, in die manchmal versteinerten Herzen von Erwachsenen, die eher verschlossen und weniger offen und zugänglich sind, einzudringen, und die insbesondere aus diesem Grund die Begegnung mit dem kleinen Prinzen vielleicht umso nötiger haben.

Die erzählte Welt des kleinen Prinzen ist eine Welt der innersten Gefühle. Und wie können Gefühle noch unmittelbarer und eindringlicher die Herzen der Menschen erreichen und in diese vordringen?
Die Antwort ist einfach: mit Musik.
Als die amerikanische Opernsängerin Deborah Sasson aus Boston und der in Paris lebende Sänger, Schauspieler, Musical-Regisseur und Choreograf Jochen Sautter nach einer erfolgreichen Vorstellung des Musicals „Das Phantom der Oper“ wieder einmal zusammen saßen, gelangte eine französische Originalausgabe des „Der kleine Prinz“ in ihre Hände, was unverzüglich dazu führte, dass sich ihr Gespräch auf die Möglichkeiten einer Vertonung dieses Stoffes verlagerte. Rasch war man sich darüber einig, dass die Welt des Werks „Der Kleine Prinz“ aufgrund seiner enormen Gefühlsdichte geradezu nach Musik verlangt.
Ein Jahr später griff Jochen Sautter diese Idee wieder auf und schlug Deborah Sasson vor, gemeinsam eine Umsetzung anzustreben und dazu ein erstes Lied zu komponieren. Das Ergebnis war für beide so überzeugend, dass man beschloss, nun ein vollständiges Libretto zu erstellen und sich gemeinsam Gedanken über eine Komposition sowie die Form der Inszenierung zu machen. Stück für Stück arbeiteten sie sich durch den wunderbaren Stoff und bereicherten ihn mit eigenen Texten und Liedern bis schließlich der endgültige Entschluss feststand, die literarische Vorlage als ein „Musical für große und kleine Menschen“ zu erschaffen.
Jochen Sautter übersetzte aus dem Französischen und verfasste die neuen Texte, während Deborah Sasson als Komponistin Nächte am Klavier verbrachte, wobei sie der Stoff zeitweise derart faszinierte und so sehr von ihr Besitz ergriff, dass sie für andere Dinge kaum noch ansprechbar war.
"Der kleine Prinz", sagt Jochen Sautter, "bekommt nicht nur eine musikalische Komponente. Erzählerische Figuren wie die Rose, die Schlange oder der Fuchs sind geradezu prädestiniert, um auch tänzerisch umgesetzt zu werden".

Die letzte, große Herausforderung, die es zu bewältigen galt, war die der Besetzungen, der Kostüme, der Bühnenbilder und einer Inszenierung, die dazu in der Lage war, die magische Welt des "Der kleine Prinz" mittels der neuesten Errungenschaften moderner Bühnentechnik neu auferstehen zu lassen.
Es galt ausgefeilte Projektionstechniken, Verwandlungsszenarien und einen enormen Bühnenbauplan an Requisiten und großen Objekten zu erstellen.

An den Musikarrangements arbeitete an der Seite von Deborah Sasson der namhafte Musiker Matthias Suschke, der unter anderem für den Friedrichstadtpalast in Berlin und für den Opernsänger Gunther Emmerlich orchestriert hat.
Deborah Sasson übernahm selbst die musikalische Leitung, während Jochen Sautter die Choreografie schuf und Regie führte.

Die aufwändigen, interaktiven Videoanimationen entwickelte der polnische Künstler Daniel Stryjecki (www.danielstryjecki.pl), der mit seiner innovativen Arbeit nicht nur in Europa, sondern auch in Paris, Abu Dhabi und in Dubai bereits große Erfolge feiern konnte.
Entstanden ist ein farbenfrohes Musical voller Emotionen und visueller Überraschungen, das dem Publikum die Botschaft von Saint Exupéry auf faszinierende und höchst unterhaltsame Weise vermittelt.


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